𝗡𝗘𝗜𝗡, 𝗖𝗛𝗟𝗢𝗥𝗗𝗜𝗢𝗫𝗜𝗗 𝗕𝗥𝗜𝗡𝗚𝗧 𝗞𝗘𝗜𝗡𝗘𝗡 𝗦𝗔𝗨𝗘𝗥𝗦𝗧𝗢𝗙𝗙 𝗜𝗡 𝗗𝗘𝗡 𝗞𝗢̈𝗥𝗣𝗘𝗥. 𝗪𝗲𝗿 𝗜𝗵𝗻𝗲𝗻 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗲𝗿𝘇𝗮̈𝗵𝗹𝘁 𝗵𝗮𝘁, 𝗹𝗮𝗴 𝗳𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵. Den Satz höre ich seit Jahren. In Videos, in Gesprächen, in Kommentaren unter meinen Beiträgen. Meistens mit Zahl dazu: „mehr als 10 Millionen Sauerstoffmoleküle pro roten Blutkörperchen“. Klingt gut. Sauerstoff braucht jeder, also kann etwas, das Sauerstoff bringt, nicht schlecht sein. So funktioniert der Satz. 𝗡𝘂𝗿 𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘁 𝗲𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁. Chlordioxid ist ein Oxidationsmittel. Es nimmt anderen Molekülen Elektronen weg und wird dabei selbst verändert. Die beiden Sauerstoffatome bleiben dabei gebunden, auch in dem, was hinterher übrig ist und was der Körper dann weiter verarbeitet. Aus Chlordioxid wird kein Sauerstoff, den der Körper atmen könnte. Was da im Einzelnen passiert und unter welchen Bedingungen, steht im Buch. Für die Sauerstoff-Frage reicht der eine Satz. Dann kommt meistens: Aber der Sauerstoff wird doch nur dort frei, wo es sauer ist, an der kranken Stelle. Nein. Sauer oder nicht, das Molekül wird bei der Reaktion verändert, und Sauerstoffgas entsteht dabei nicht. Und ein gelöstes Gas sucht sich auch keine Zielorte aus. Es reagiert mit dem, was es als Erstes trifft. Sauerstoff kommt über die Lunge ins Blut, hängt am Hämoglobin und wird durch die Durchblutung ins Gewebe gebracht. Chlordioxid ist bei keinem dieser Schritte dabei. Und die zehn Millionen? In einem Glas Wasser schwimmen Billiarden Moleküle. Zehn Millionen sind dagegen nichts. Die Zahl soll groß klingen, mehr nicht. Wer sie weitergibt, weiß es nicht besser oder weiß es und sagt es trotzdem. Beides sollte Sie stutzig machen. 𝗜𝗵𝗿 𝗙𝗲𝗵𝗹𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁. Wer schon das falsch darstellt, was man nachprüfen kann, dem würde ich das nicht mehr abnehmen, was man nicht nachprüfen kann. Das eigentliche Problem mit der Sauerstoff-Geschichte ist nicht, dass sie falsch ist. Sie hält einen davon ab, weiterzufragen. 𝗖𝗵𝗹𝗼𝗿𝗱𝗶𝗼𝘅𝗶𝗱 𝗹𝗶𝗲𝗳𝗲𝗿𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀. Es setzt einen oxidativen Reiz. Was der im Körper auslöst, hängt davon ab, in welchem Zustand der Körper gerade ist. Da fangen die Fragen an, die mich interessieren: Bei wem, wann, bis wohin, und ab wann wird aus dem Reiz eine Belastung. Wer „Sauerstoff“ im Kopf hat, stellt keine davon. Die Kritiker machen es übrigens nicht besser. Die sagen „Bleichmittel“ und sind fertig. Wer irgendwo dazwischen steht und einfach wissen will, was Sache ist, kriegt von beiden Seiten nichts. Ich habe lange gewartet, dass das mal jemand richtigstellt. Die Ärzte zum Beispiel, die sich der Sache angeschlossen haben. Mir ist keine einzige Korrektur bekannt. Also habe ich es selbst aufgeschrieben. Kein Chemiebuch. Die Chemie ist nur die Grundlage. Mir geht es um die Frage, was Chlordioxid im Körper tatsächlich macht, und warum es bei dem einen etwas bewegt, beim nächsten gar nichts und beim dritten Schaden anrichtet. Die Frage stelle ich mir seit 2008. Beide Seiten machen seit Jahren einen Bogen darum. Der Sauerstoff ist nur ein Beispiel. Im Buch geht es um alles, was in dieser Debatte eine Rolle spielt. Die Chemie, vor allem aber die Wirkung im Körper, die Grenzen, und die Denkfehler auf beiden Seiten. Mit über 80 Seiten Quellenangaben. Wer mit Chlordioxid zu tun hatte, zu tun hat oder zu tun haben möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Wer weiter an Sauerstoff glauben will, soll das tun. Wer es verstehen will, liest „𝗖𝗵𝗹𝗼𝗿𝗱𝗶𝗼𝘅𝗶𝗱 – 𝗣𝗼𝘁𝗲𝗻𝘇𝗶𝗮𝗹 𝘂𝗻𝗱 𝗚𝗿𝗲𝗻𝘇𝗲𝗻“. Mehr zum Buch 📖: https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/buch-chlordioxid-potenzial-und-grenzen
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