Staatsanwaltschaft ermittelt: CDU-Politiker soll rassistische Attacke erfunden haben Kiel – Beschimpfungen, Schmierereien, sogar ein Angriff auf sein Auto. Wieder so ein Fall von Gewalt gegen Politiker? Gar eine rassistische Attacke? Die Empörung war Ende September groß, nachdem der CDU-Bürgermeisterkandidat im schleswig-holsteinischen Uetersen (rund 19.000 Einwohner), Baris Karabacak, Strafanzeige stellte: wegen eines angeblich fremdenfeindlichen Angriffs auf ihn. Sein Konkurrent, Bürgermeister Dirk Woschei (SPD), sprach von einem „Angriff auf die demokratische Kultur der Stadt“. Doch nun steht ein heftiger Vorwurf im Raum: Karabacak könnte sich all dies kurz vor der Wahl bloß ausgedacht haben. BILD erfuhr: Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt gegen Karabacak wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat. Was war passiert? Am 23. September 2026 meldete der Politiker der Polizei, unbekannte Täter hätten in der Nacht sein Auto beschädigt, Scheiben eingeschlagen. Zudem sei an dem Fahrzeug sein eigener Wahlkampfflyer mit einer handschriftlichen ausländerfeindlichen Botschaft befestigt worden. Nach BILD-Infos stand auf dem Flyer: „KEINE TÜRKEN – ALLE RAUS“. Die Familie von Karabacak stammt aus der Türkei, er selbst ist in Pinneberg geboren. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) berichtete ausführlich über den angeblich fremdenfeindlichen Angriff, auch der NDR griff den Fall auf. Doch bereits einen Tag später geriet Karabacaks Darstellung ins Wanken. Was die Staatsanwaltschaft bereits veranlasst hat Gegenüber BILD bestätigt Peter Müller-Rakow, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Itzehoe: „Am 24.09.2026 haben sich konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, dass diese Darstellung nicht der Realität entsprechen könnte.“ Daraufhin habe die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Und weiter: „Im Rahmen dieses Verfahrens ist gegen den nunmehr Beschuldigten ein Durchsuchungsbeschluss erlassen und vollstreckt worden.“ Zudem sei „u.a. ein elektronisches Gerät beschlagnahmt worden“, das derzeit ausgewertet werde. Karabacaks Rechtsanwalt Mutlu Günal erklärte gegenüber BILD: „Herr Karabacak bestreitet den gegen ihn erhobenen Vorwurf mit Nachdruck.“ Sein Mandant vertraue den „objektiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft“ und gehe davon aus, „dass das Verfahren zeitnah eingestellt wird“. Viele Angriffe gegen Politiker, viel Fremdenfeindlichkeit Fakt ist: Sollte sich der Verdacht bestätigen, hätte Karabacak anderen Opfern einen Bärendienst erwiesen. Fälle wie der brutale Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke haben gezeigt, dass Hass und Kriminalität gegen Politiker in Deutschland real sind. Ecke wurde 2024 in Dresden beim Plakatieren brutal zusammengeschlagen und schwer im Gesicht verletzt. 👉 Quelle 🔘 Unterstützen & Abonnieren ! 📱 www.kulturstudio.tv
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