„Harald Lesch, der mediale Lieblings-Erklärbär der Nation, hat wieder gesprochen: „Niemand, der bei Verstand ist, baut heute noch Kernkraftwerke.“ Und wenn doch, dann laut Lesch einzig und allein, um Plutonium für Atombomben zu produzieren. Faszinierend. Schauen wir uns diese von ihm diagnostizierte globale Unzurechnungsfähigkeit doch einmal genauer an. Während das intellektuell überlegene Deutschland den Ausstieg zelebriert, gingen weltweit allein im Jahr 2024 sechs neue Reaktoren ans Netz – unter anderem in den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im selben Jahr wurde rund um den Globus der Bau etlicher weiterer moderner Großanlagen begonnen. Länder wie Schweden kippen alte Verbote, um neue Meiler bauen zu können, und Südkorea baut fleißig aus. Alles finstere Schurkenstaaten, die nach Leschs Logik heimlich nach der Atombombe greifen? Schweden, die berüchtigte nukleare Bedrohung? Man muss bei solch weltfremden Thesen schon tief durchatmen. Während unser Nachbar Frankreich bis zu 14 neue Reaktoren plant und die EU Kernenergie längst offiziell als nachhaltige, „grüne“ Technologie einstuft, pflegt man hierzulande den akademischen Hochmut. Wir schalten modernste, CO2-neutrale Kraftwerke ab, verbrennen stattdessen munter klimaschädliche Kohle, importieren bei Dunkelflaute exakt jenen ausländischen Atomstrom und feiern uns dabei als moralische Weltmeister. Es ist die klassische deutsche Hybris: Wer sich unserer isolierten energiepolitischen Geisterfahrt nicht anschließt, wird von TV-Professoren pauschal für verrückt erklärt. 👉 Quelle 🔘 Unterstützen & Abonnieren ! 📱 www.kulturstudio.tv
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